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Und es ist früh, der Hund läuft durch das nasse Gras am Ufer. Noch zu früh. Die anderen Hunde noch nicht zu sehen. Ihr geht weiter, über die Brücke. Die gelben Blätter spiegeln sich in der glatten Oberfläche, alte, rostige Bolzenschrauben. Der Spielplatz, der kalte Geruch von Stein und nassem Sand, flitzebogengespannte, schwarze Teerpappenhängebrücke, ruhend, feucht, der Hund wird unruhig. Spürt. Zieht. Ihr erreicht die Wiese. Das andere Ufer. Die falsche Seite vom Fluss. Hier geht die Sonne noch nicht auf. Du lässt ihn los. Er läuft. Läuft. Die Ohren gespitzt, jeder Sinn erspürt die noch schlafende Welt, wittert, ob irgendwo seine Kumpels um die Ecke biegen, aus ihren Betten kriechen, sich in irgendeiner der Wohnungen gähnend und dehnend aus dem wohlig warmen Schlaf kämpfen. Kurzes, unwilliges Kopfschütteln. Es ist ihm egal. Er läuft. Tobt sich aus. Der ganze Hund eine zuckende Wirbelsäule, zuckende Muskeln, glatte Haut spielend unter singendem Fell. Die Wiese ist feucht. Deine Schritte klingen gleichmäßig im gedämpften Laub. Die Welt schläft. Und das kleine Stückchen dort an der Brücke, wo drei Welten aufeinanderstoßen, Rennstrecke, verstecktes Glück gehört Dir euch beiden.
17.11.08 10:46
 


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