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und für jemanden

und für jemanden, der nicht träumt, war das gestern abend dann schon ganz schön intensiv, das gefühl deiner haut noch auf meiner als ich aufwache, so als wären alle menschen, beziehungen, so unausweichlich sie sind, so anders, doch nur immer die variation des einen. und so dein druck noch auf meiner haut, obwohl du auf einem anderen kontinent bist, und auch das tröstlich. die eigene sprachlosigkeit, durch die wir jetzt, da wir getrennt sind, vielleicht mehr gemeinsam haben, als dies jemals der fall war. vier jahre (?) gehe ich jetzt schon zu ihr und das einzige, was dabei rausgekommen ist, ist dass ich jetzt nicht mehr so viel heule. dass ich die tränen, den sauren geschmack im mund mit blick auf den blauen himmel über dem schräggestellten dachfenster wie einen fremdkörper betrachten kann. mich anschaue, dort einen menschen liegen sehe, bei dem irgendwas ist, was scheinbar so beängstigend wirkt, dass da dieser saure geschmack in den mund muss. und ihr satz "es ist ja auch eine stärke". ja. dass ich das alles immer runterschlucken kann. dass wir beide damals viel geschluckt haben. die sprachlosigkeit. müssen nur wollen. mehr als alles andere das eigene scheitern. und dass du mir heute so nah warst, dass ich dadurch weiß, dass ich dich loslassen kann. die gemeinsame zeit, die kämpfe. das verzweifelte, still verbissene ringen, jeder für sich in der gemeinsamen zeit. gestern nacht strichst du mir über den bauch. ich bedeckte ihn. wollte nicht, dass du die narben siehst. wollte überhaupt nicht, dass du ihn noch anfasst, jetzt wo du mit ihr zusammen bist. du sagtest mal, dass da jemand neues sei. und in der art, wie du das sagtest, die art, wie du dich wohlig in dem schmerz wälztest, den ich deiner meinung nach dir beigebracht hatte, machte mich schaudern, "they are my sisters" und so komische frauensolischiene. aber zugleich auch verstanden, dass der schmerz, den wir ineinander wachriefen von vornherein schon da war. wir uns deshalb erkannten. und dass ich nichts bedauerlicher fände, als wenn wir nun rumgingen und sagten, "kerbe im herzen"/ich darf das. heute nacht habe ich mich an dich erinnert, wie wir uns vielleicht ganz am anfang sahen, waren wir uns näher als selten zuvor, habe ich dich loslassen können.
26.3.08 09:25
 


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