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und eigentlich fehlt dir dann irgendwann weniger die stimme der anderen, sondern <s>ganz normaler fall von writer's blogg ah, schalt doch mal jemand diese sch* witze aus</s> eher die eigene. das mitteilungsbedürfnis, in welch rudimentär, opaquer form auch immer. egozentrik, ich weiß. dabei läuft es eigentlich sonst (abgesehen davon, dass wir jetzt so global, also ich meine mal alle) in die weltwirtschaftskrise schlittern und ich schon überlege, wie gut, dass das neue haustier vegetarier aber ich schweife, schwiff, schwoff. ja, also eigentlich läuft's ja ganz gut, geht ganz gut. rote und grüne und gelbe blätter und sanfte, raschelnde schritte im brüchigen vorwinterlaub, darunter erdige humuskrume, das was nach der ersten pilzigen vorwinterverwesnis, wenn alles sich zurückzieht und ruhig wird, verharrt. riecht. das leise atmen in der nacht. die leere und tausend explodierende herbstblätterrotfarben. gelb tanzende sonne. auch sch*.
10.10.08 21:17


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spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Nie verstanden, den Dünkel der Eltern. Wie es auch jetzt geblieben ist, nur dass die Dichotomie nicht "die Eltern/die Erwachsenen" einerseits und "Kinder" andererseits sind, sondern eher à la, "die Hölle, das sind die anderen" frei nach Sartre (oder Camus)? Egal. Auf jeden Fall, in leichter Abwandlung: elitärer werden. Gott schütze uns vor den Dummen. Und dass ich mich mit ihnen wahrscheinlich nur abgebe, damit ich ihnen leichter das Messer in den Rücken rammen kann. Aber dass Dummheit einfach unheimlich anstrengend ist. 1. Klasse leben. Abschirmen vor der Dummheit. Die dadurch ja nicht weniger, aber zumindest weniger häufig wird, wenn man sorgsamer auswählt. Besonders bei Kollegen.
15.7.08 09:15


und für jemanden

und für jemanden, der nicht träumt, war das gestern abend dann schon ganz schön intensiv, das gefühl deiner haut noch auf meiner als ich aufwache, so als wären alle menschen, beziehungen, so unausweichlich sie sind, so anders, doch nur immer die variation des einen. und so dein druck noch auf meiner haut, obwohl du auf einem anderen kontinent bist, und auch das tröstlich. die eigene sprachlosigkeit, durch die wir jetzt, da wir getrennt sind, vielleicht mehr gemeinsam haben, als dies jemals der fall war. vier jahre (?) gehe ich jetzt schon zu ihr und das einzige, was dabei rausgekommen ist, ist dass ich jetzt nicht mehr so viel heule. dass ich die tränen, den sauren geschmack im mund mit blick auf den blauen himmel über dem schräggestellten dachfenster wie einen fremdkörper betrachten kann. mich anschaue, dort einen menschen liegen sehe, bei dem irgendwas ist, was scheinbar so beängstigend wirkt, dass da dieser saure geschmack in den mund muss. und ihr satz "es ist ja auch eine stärke". ja. dass ich das alles immer runterschlucken kann. dass wir beide damals viel geschluckt haben. die sprachlosigkeit. müssen nur wollen. mehr als alles andere das eigene scheitern. und dass du mir heute so nah warst, dass ich dadurch weiß, dass ich dich loslassen kann. die gemeinsame zeit, die kämpfe. das verzweifelte, still verbissene ringen, jeder für sich in der gemeinsamen zeit. gestern nacht strichst du mir über den bauch. ich bedeckte ihn. wollte nicht, dass du die narben siehst. wollte überhaupt nicht, dass du ihn noch anfasst, jetzt wo du mit ihr zusammen bist. du sagtest mal, dass da jemand neues sei. und in der art, wie du das sagtest, die art, wie du dich wohlig in dem schmerz wälztest, den ich deiner meinung nach dir beigebracht hatte, machte mich schaudern, "they are my sisters" und so komische frauensolischiene. aber zugleich auch verstanden, dass der schmerz, den wir ineinander wachriefen von vornherein schon da war. wir uns deshalb erkannten. und dass ich nichts bedauerlicher fände, als wenn wir nun rumgingen und sagten, "kerbe im herzen"/ich darf das. heute nacht habe ich mich an dich erinnert, wie wir uns vielleicht ganz am anfang sahen, waren wir uns näher als selten zuvor, habe ich dich loslassen können.
26.3.08 09:25


hören

die längste, nein, noch nicht mal das, vielmehr das größte missverständnis aller zeiten und sein horizont erstreckte sich auf die nächste zigarettenschachtel. kippen. ob sie noch bis freitag reichen. dann fühle ich mich wohl sagte er, und schaute mich erwartungsvoll an, "nur überlegen müssen, wo ich die nächsten kippen herkriege", der mensch aus einer anderen illusion und <s>die wut auf ihn </s> dieser selbstvernichtende hass, der einen dann hin und wieder überkommt ist wahrscheinlich nur darauf zurückzuführen, dass man merkt, wie begrenzt der eigene horizont ist, wie leicht man sich in manche fantasmagorien hereinsteigert, wie ähnlich man sich in der hinsicht vielleicht selbst mit einem legasthenischen maurer ist die lippen schlossen sich über seinen halbverfaulten zähnen die ähnlichkeit mit sich selbst und das erkennen der fratze ist es vielleicht, war es, ich fühle mich dir fremd. weiß, dass ich auf den arm will. draußen ist kalt. ich will das nicht. ich will nicht arm und klein sein. ich will nicht stark und immer da sein. ich rede, meine lippen malen lautlose kiesel in die luft.
25.3.08 21:43


ich finde das jetzt nicht schlimm, dass mein Leben in Kisten verschwindet. Nein, ich habe jetzt keinen Flashback, Nein, ich habe noch keine (lass mich mal nachzählen) nein, ich habe noch keine 22 umzüge hinter mir (wobei die hälfte davon in den ersten 10 jahren stattfand) nein, ich kriege jetzt keine krise, wenn ich an die kisten denke, nein, ich denke auch nicht daran, worauf ich mich beim letzten umzug eingelassen habe, nein, sie hat unrecht, wenn sie sagt, <i>schauen sie mal, wie sehr es sie jetzt belastet, was meinen sie denn, wie es sie belastet hat, als sie kind waren</i> nein, denn schlimmer kann es nicht gewesen sein, schlimmer kann es auf keinen fall gewesen sein, und selbstmitleid, selbstmitleid ist für dummeier. deswegen: ich finde es überhaupt nicht schlimm (wenn nur diese bleierne lähmung in den knochen nicht wäre) noch etwas wein. und gesang. hossa.
18.12.07 21:44


und dass ich leide, traurig bin, wenn du nicht da bist, und dass ich dennoch merke, wie wichtig es für mich ist. die zeit zum regenerieren, nützliche dinge aus purer langeweile erledigen. heute dann auf dem nachhause weg das erste mal wieder das gefühl des gehetzt seins gefühlt, der schwarze hund, der hinter mir herhetzt, hechelnd, die zähne hochgezogen.
16.12.07 22:50


unverfängliches.
3.12.07 10:11


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